Gesundheitsversorgung Wahlkreis 32: Christine Klingohr, Crivitz & LuP-Regio

Thema 1 von 10 · Wahlkreis 32 – Ludwigslust-Parchim V

Gesundheitsversorgung vor Ort: Crivitz, LuP-Regio und verlässliche medizinische Wege

Wie können Menschen in einem ländlich geprägten Wahlkreis medizinische Hilfe zuverlässig erreichen? Für CHRISTINE KLINGOHR ist Gesundheitspolitik ein aktuell belegtes Arbeitsfeld. Im Wahlkreis 32 wird die Frage besonders konkret: durch die Neuaufstellung des Klinikstandortes Crivitz, das Modellprojekt LuP-Regio und die Herausforderung, ambulante, stationäre und digitale Angebote sinnvoll miteinander zu verbinden.

Gesundheit Crivitz LuP-Regio Wahlkreis 32

Gesundheitsversorgung ist im ländlichen Raum eine Frage der Erreichbarkeit

Eine gute medizinische Versorgung besteht nicht allein daraus, dass es irgendwo im Landkreis ein Krankenhaus, eine Praxis oder ein Beratungsangebot gibt. Für die Menschen entscheidet sich die Qualität der Versorgung häufig daran, ob sie diese Angebote tatsächlich erreichen können. Im Wahlkreis 32 – Ludwigslust-Parchim V gehören 34 Städte und Gemeinden zu drei Ämtern. Zwischen Orten im Umfeld Schwerins, Crivitz, Goldberg, Sternberg, Brüel und vielen kleineren Dörfern unterscheiden sich Wege, Verkehrsverbindungen und die Nähe zu medizinischen Einrichtungen erheblich.

Gerade deshalb ist die Entwicklung des Standortes Crivitz für die Region von besonderer Bedeutung. Das LUP-Klinikum am Crivitzer See befindet sich 2026 gemeinsam mit den weiteren Standorten des Klinikverbundes in einem Neustrukturierungs- und Transformationsprozess. Nach Angaben des Klinikums sollen die stationären medizinischen Schwerpunkte in Crivitz künftig insbesondere in der allgemeinen Inneren Medizin und der Geriatrie liegen. Ziel des Verbundes ist es, die Angebote der Standorte Crivitz, Hagenow und Ludwigslust bedarfsorientiert aufeinander abzustimmen und eine langfristig tragfähige Versorgung zu sichern.

Belegter regionaler Fakt: Das LUP-Klinikum am Crivitzer See hat im März 2026 die künftige Schwerpunktsetzung des Standortes Crivitz beschrieben. Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie sollen dort eine besondere Rolle spielen. Diese Entwicklung ist keine abstrakte Krankenhausdebatte, sondern betrifft unmittelbar die Frage, welche Leistungen Menschen im östlichen Teil des Landkreises wohnortnah erhalten können.

Eine solche Neuordnung kann Chancen bieten, wenn medizinische Kompetenzen klar organisiert, ambulante und stationäre Angebote besser verzahnt und unnötige Doppelstrukturen vermieden werden. Sie wirft aber auch Fragen auf: Welche Leistungen bleiben unmittelbar vor Ort? Welche Leistungen werden künftig an anderen Standorten erbracht? Wie funktionieren Verlegungen und Anschlüsse? Und wie werden Menschen informiert, damit Veränderungen nicht als Verlust an Sicherheit wahrgenommen werden?

LuP-Regio: neue Wege für die Versorgung rund um Crivitz

Mit dem Modellprojekt LuP-Regio – Regionale Gesundheitsversorgung im Landkreis Ludwigslust-Parchim wird in der Region ein Ansatz erprobt, der klassische medizinische Strukturen ergänzen soll. Das Projekt wird vom LUP-Klinikum am Crivitzer See geleitet und nach Angaben des Projektträgers mit rund 7,4 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert. Der Projektzeitraum läuft von 2024 bis 2027.

Ein zentraler Bestandteil sind Community Health Nurses, also Gemeindegesundheitspflegerinnen und Gemeindegesundheitspfleger. Sie sollen Menschen wohnortnah begleiten, Hausbesuche durchführen, bei der Koordination von Terminen helfen, passende medizinische, pflegerische oder soziale Angebote vermitteln und auch bei präventiven Fragen unterstützen. Dazu kommt eine Portalpraxis mit direkter Anbindung an das Krankenhaus Crivitz sowie der Einsatz digitaler Anwendungen.

Regional wichtig: Seit Mai 2026 steht das Unterstützungsangebot von LuP-Regio nach Angaben des Projekts allen gesetzlich Krankenversicherten offen, die die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen. Die Modellregion umfasst mehrere Postleitzahlbereiche rund um Crivitz und damit Teile des Wahlkreises 32. Damit kann konkret beobachtet werden, ob ein neues Versorgungsmodell lange Wege reduziert und Menschen schneller zu passenden Angeboten führt.

Besonders interessant ist die Verbindung von persönlicher Betreuung und Digitalisierung. Patientinnen und Patienten können im Projekt bestimmte Gesundheitsdaten wie Blutdruckwerte oder Symptome digital dokumentieren und mit ihrer Community Health Nurse teilen. Gleichzeitig bleibt der persönliche Kontakt ein zentraler Bestandteil. Gerade für ältere Menschen oder Personen, die digitale Technik nicht selbstverständlich nutzen, ist diese Kombination wichtig: Digitalisierung kann Wege verkürzen und Informationen besser verfügbar machen, darf aber nicht dazu führen, dass Menschen ohne digitale Erfahrung den Zugang verlieren.

LuP-Regio zeigt außerdem, dass Gesundheitsversorgung und Mobilität zusammengedacht werden müssen. Das Projekt verweist auf das erweiterte Rufbusnetz des Landkreises, über das Gesundheitsangebote auch ohne eigenes Fahrzeug erreichbar sein sollen. Ob solche Verbindungen in der Praxis zu Terminen, Öffnungszeiten und den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten passen, bleibt eine entscheidende Frage.

Was CHRISTINE KLINGOHR aktuell zur Gesundheitspolitik sagt

Bei diesem Thema kann zwischen regionaler Problemlage und persönlicher Position von CHRISTINE KLINGOHR besonders klar unterschieden werden. Gesundheitspolitik gehört nach den aktuellen Angaben der SPD-Landtagsfraktion zu ihren Sprecherbereichen. Im Januar 2026 betonte sie anlässlich des Tages des Patienten die Bedeutung einer verlässlichen und wohnortnahen Versorgung. Dabei stellte sie kurze Wege, verständliche Informationen und eine patientenorientierte Ausrichtung heraus.

Ende Januar 2026 äußerte sie sich außerdem zur Erweiterung der Landarztquote. Hintergrund ist der anhaltende Bedarf an Ärztinnen, Ärzten und weiteren medizinischen Fachkräften in ländlichen Regionen. Nach der damaligen parlamentarischen Entscheidung sollen reservierte Studienplätze künftig nicht nur für die Humanmedizin, sondern auch für Zahnmedizin und Pharmazie genutzt werden. CHRISTINE KLINGOHR verband diese Entscheidung ausdrücklich mit dem Ziel, mehr Fachkräfte langfristig für Mecklenburg-Vorpommern und besonders für ländliche Regionen zu gewinnen.

Im Juni 2026 griff sie die Finanzierung der Krankenhäuser erneut auf. Dabei stellte sie die Bedeutung starker und verlässlicher medizinischer Angebote gerade in dünner besiedelten Regionen heraus. Diese Aussagen sind aktuelle fachpolitische Positionen. Sie dürfen jedoch nicht automatisch als fertiges Wahlversprechen für jeden einzelnen Ort im Wahlkreis verstanden werden. Welche konkreten Schlussfolgerungen sie für Crivitz, Goldberg, Sternberg, Brüel und die umliegenden Gemeinden zieht, bleibt deshalb Gegenstand der Leitfrage dieser Kampagne.

Vier Aufgaben, an denen sich wohnortnahe Versorgung messen lässt

1. Klinikstandort und ambulante Versorgung verbinden

Der Transformationsprozess in Crivitz sollte aus Sicht der regionalen Debatte nicht nur danach beurteilt werden, welche Fachabteilungen an welchem Standort organisiert sind. Entscheidend ist, ob für Patientinnen und Patienten ein nachvollziehbarer Versorgungspfad entsteht: vom Hausarzt über ambulante Angebote bis zum Krankenhaus und anschließend zurück in die Nachsorge. Gerade ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen profitieren von klaren Übergängen und Ansprechpartnern.

2. Fachkräfte gewinnen und halten

Neue Versorgungskonzepte funktionieren nur mit qualifiziertem Personal. Landarztquote, Ausbildung, attraktive Arbeitsbedingungen, gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie moderne Arbeitsmodelle gehören deshalb zusammen. Für ländliche Regionen ist zusätzlich wichtig, ob Partnerinnen und Partner Arbeitsmöglichkeiten finden, Schulen und Kitas erreichbar sind und Wohnraum zur Verfügung steht.

3. Mobilität als Teil der Gesundheitspolitik verstehen

Wer keinen Führerschein besitzt, aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst fahren kann oder keinen eigenen Pkw hat, darf nicht praktisch von medizinischen Angeboten abgeschnitten sein. Bus, Rufbus, Krankenfahrten und gut abgestimmte Anschlüsse sind deshalb keine Nebenthemen. Bei zentralisierten Leistungen wird die Frage der Erreichbarkeit sogar noch wichtiger.

4. Digitalisierung nutzen, ohne Menschen auszuschließen

Digitale Anwendungen können Termine, Dokumentation, Beratung und Kommunikation erleichtern. Sie können aber persönliche Untersuchung und individuelle Betreuung nicht vollständig ersetzen. Für den Wahlkreis braucht es deshalb Lösungen, die digitale Möglichkeiten nutzen und zugleich analoge Zugänge erhalten.

Frage an CHRISTINE KLINGOHR: Wie soll aus Ihrer Sicht die wohnortnahe Gesundheitsversorgung im Wahlkreis 32 weiterentwickelt werden – und welche konkrete Rolle sollen dabei der Standort Crivitz, LuP-Regio, Hausärzte, neue Gesundheitsberufe, Mobilitätsangebote und digitale Anwendungen übernehmen?

FAQ – Gesundheitsversorgung im Wahlkreis 32

Bleibt das Krankenhaus in Crivitz bestehen?

Das LUP-Klinikum beschreibt 2026 keinen einfachen Rückzug aus Crivitz, sondern einen Transformationsprozess des gesamten Klinikverbundes. Für Crivitz werden insbesondere allgemeine Innere Medizin und Geriatrie als künftige stationäre Schwerpunkte genannt. Welche weiteren Angebote wie organisiert werden, sollte anhand der jeweils aktuellen Informationen des Klinikums geprüft werden.

Was ist LuP-Regio?

LuP-Regio ist ein vom Innovationsfonds gefördertes Modellprojekt zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Es verbindet Community Health Nurses, eine Portalpraxis am Krankenhaus Crivitz, digitale Anwendungen und ein Netzwerk verschiedener Partner aus Gesundheitswesen, Wissenschaft und IT.

Ersetzt eine Community Health Nurse den Hausarzt?

Nein. Das Projekt beschreibt die Community Health Nurse als ergänzende, koordinierende und unterstützende Funktion. Sie kann beispielsweise Hausbesuche durchführen, bei Gesundheitsfragen begleiten, Termine koordinieren und passende Hilfen vermitteln. Ärztliche Diagnostik und Behandlung werden dadurch nicht grundsätzlich ersetzt.

Ist Gesundheitsversorgung ein belegter Schwerpunkt von CHRISTINE KLINGOHR?

Ja. Sie wird von der SPD-Landtagsfraktion als Sprecherin für Gesundheitspolitik geführt und hat sich 2026 mehrfach öffentlich zu wohnortnaher Gesundheitsversorgung, Landarztquote und Krankenhausfinanzierung geäußert. Die konkreten Forderungen für einzelne Orte des Wahlkreises werden auf dieser Seite dennoch nicht erfunden, sondern als offene Frage formuliert.

Warum gehört Mobilität zu diesem Thema?

Weil medizinische Angebote nur dann praktisch nutzbar sind, wenn Patientinnen und Patienten sie erreichen. In einem weitläufigen Wahlkreis können Bus, Rufbus, Krankenfahrten oder gute Anschlüsse deshalb entscheidend für den tatsächlichen Zugang zur Versorgung sein.

Geprüfte offizielle und projektbezogene Quellen

LUP-Klinikum am Crivitzer See – Neuaufstellung der medizinischen Schwerpunkte

LuP-Regio – Regionale Gesundheitsversorgung im Landkreis Ludwigslust-Parchim

LuP-Regio – Informationen für Patientinnen und Patienten

SPD-Landtagsfraktion – CHRISTINE KLINGOHR zur wohnortnahen Gesundheitsversorgung

SPD-Landtagsfraktion – CHRISTINE KLINGOHR zur Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum

Stand: August 2026. Belegte Aussagen von CHRISTINE KLINGOHR werden von regionalen Fragen und politischen Schlussfolgerungen ausdrücklich getrennt.

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