Christine Klingohr: Wirtschaft, Fachkräfte und Digitalisierung im Wahlkreis 32
Wirtschaft, Fachkräfte und Digitalisierung: gute Arbeit und Perspektiven in der Region
Ein ländlicher Wahlkreis bleibt attraktiv, wenn Menschen Arbeit finden, Unternehmen investieren können und junge Menschen berufliche Perspektiven sehen. Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Ausbildung, Standortqualität und gute kommunale Infrastruktur gehören deshalb zusammen.
Wirtschaftspolitik beginnt bei den Bedingungen vor Ort
Der Wahlkreis 32 ist wirtschaftlich vielfältig. Neben Handwerk, Dienstleistungen, Landwirtschaft und Tourismus gibt es Orte, die stärker vom Schweriner Einzugsbereich profitieren, und andere, in denen kleine Betriebe eine besonders wichtige Rolle für Beschäftigung und Versorgung spielen. Für Unternehmen zählt nicht nur die Höhe einer Förderung. Sie brauchen Fachkräfte, verlässliche Netze, erreichbare Gewerbeflächen, funktionierende Straßen, schnelle Verwaltung und ein Umfeld, in dem Beschäftigte gern leben.
Der Landkreis Ludwigslust-Parchim setzt 2026 mehrere Schwerpunkte in seiner Wirtschaftsförderung. In der Januarausgabe des Landkreisbote werden die Vermarktung von Gewerbeflächen, Innovationsveranstaltungen und Fachkräftesicherung ausdrücklich genannt. Die Portale Jobpost und LUP-O-MAT sollen weiter genutzt werden. Hinzu kommen Workshops und Beratungsangebote für Unternehmen, unter anderem zu Social Media, Online-Marketing, digitaler Sichtbarkeit und künstlicher Intelligenz.
Das ist für einen ländlichen Wahlkreis wichtig, weil kleinere Unternehmen häufig keine eigenen IT-, Marketing- oder Personalabteilungen haben. Ein Handwerksbetrieb, ein touristischer Anbieter oder ein kleiner Dienstleister muss viele Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Unterstützungsangebote können deshalb einen direkten Nutzen haben, wenn sie verständlich, praxisnah und leicht erreichbar sind.
Fachkräftegewinnung ist mehr als Stellenanzeigen
Der Landkreis und die Wirtschaftsförderung setzen mit Jobpost und LUP-O-MAT auf digitale Instrumente zur Vermittlung von Arbeit und Ausbildung. Die Wirtschaftsförderung beschreibt den LUP-O-MAT als Ausbildungsnetz und Jobpost als regionales Stellenportal. Gleichzeitig betreibt der Landkreis ein Welcome Center, das zugezogene Fach- und Arbeitskräfte beim Ankommen unterstützen soll.
Das Welcome Center verbindet dabei mehrere Lebensbereiche: Jobsuche, Wohnungssuche, Kita- und Schulplätze, Sprach- und Integrationsangebote, Freizeit und soziale Vernetzung. Genau diese Verbindung zeigt, warum Fachkräftesicherung nicht allein Aufgabe von Unternehmen ist. Wer für eine Stelle in die Region zieht, entscheidet häufig mit der ganzen Familie. Ohne Wohnraum, Betreuung, Mobilität und gesellschaftliche Anbindung kann eine gute Stelle allein nicht ausreichen, um Menschen dauerhaft zu halten.
Digitalisierung als Werkzeug für kleinere Unternehmen
Digitalisierung wird häufig abstrakt diskutiert. Für Betriebe im Wahlkreis kann sie sehr konkret sein: eine moderne Website, digitale Terminvergabe, Online-Vertrieb, automatisierte Buchhaltung, Kundenkommunikation über soziale Medien oder der Einsatz von KI-Werkzeugen. Gerade kleine Unternehmen können dadurch Zeit sparen und neue Kundengruppen erreichen.
Die Wirtschaftsförderung hat für 2026 Workshops etwa zu Social Media, Online-Marketing und Canva angekündigt. In früheren und fortgeführten Formaten spielen auch KI und digitale Sichtbarkeit eine Rolle. Der Nutzen solcher Angebote liegt nicht darin, jedes Unternehmen zum Technologieunternehmen zu machen. Vielmehr geht es darum, moderne Werkzeuge so einzusetzen, dass sie zum jeweiligen Betrieb passen.
Gleichzeitig braucht Digitalisierung eine funktionierende technische Grundlage. Leistungsfähige Internetverbindungen und Mobilfunk sind für Unternehmen, Homeoffice, Schulen und Verwaltung inzwischen Teil der Daseinsvorsorge. Wo Netze schwach sind, entsteht ein Standortnachteil. Deshalb muss wirtschaftliche Digitalisierung mit digitaler Infrastruktur zusammengedacht werden.
Ausbildung und Perspektiven für junge Menschen
Ein ländlicher Raum verliert langfristig an Stärke, wenn junge Menschen nach Schule oder Ausbildung keine Perspektive sehen. Wegzug ist nicht grundsätzlich problematisch, aber Rückkehr und Bleiben sollten echte Optionen sein. Dafür müssen Ausbildungsplätze sichtbar sein, Betriebe früh Kontakt zu Schulen aufbauen und berufliche Wege verständlich werden.
Das Ausbildungsnetz LUP-O-MAT und weitere Angebote der Wirtschaftsförderung zielen genau auf diese Schnittstelle. Schulen, Unternehmen und Jugendliche können dadurch leichter zusammenfinden. Gleichzeitig ist Berufsorientierung mehr als eine digitale Plattform. Praktika, Betriebsbesuche, persönliche Beratung und regionale Netzwerke bleiben wichtig.
Besonders für kleinere Betriebe kann Nachwuchsgewinnung schwierig sein. Sie konkurrieren mit größeren Arbeitgebern und Städten. Ihre Stärke kann in persönlicher Betreuung, regionaler Verwurzelung und langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten liegen. Politik und Wirtschaftsförderung können helfen, diese Angebote sichtbarer zu machen.
Regionale Wirtschaft braucht unterschiedliche Antworten
Die wirtschaftliche Struktur des Wahlkreises ist nicht einheitlich. Gemeinden im westlichen Teil des Amtes Crivitz liegen näher an Schwerin und können von Pendlerbeziehungen und der Nähe zur Landeshauptstadt profitieren. Weiter östlich prägen kleinere Städte, Handwerk, Landwirtschaft, Tourismus und Dienstleistungen die lokale Wirtschaft stärker. Eine erfolgreiche Strategie muss deshalb verschiedene Standorttypen berücksichtigen.
Für manche Orte kann die Sicherung bestehender Betriebe wichtiger sein als eine große Neuansiedlung. Unternehmensnachfolgen sind gerade bei Handwerks- und Familienbetrieben ein entscheidendes Thema. Wenn eine Bäckerei, ein Handwerksbetrieb, ein Pflegeanbieter oder ein kleiner Dienstleister keinen Nachfolger findet, gehen nicht nur Arbeitsplätze verloren. Oft verschwindet auch ein Angebot, das für den Alltag im Ort wichtig ist.
Ebenso relevant ist die Verbindung zwischen regionaler Wirtschaft und öffentlicher Beschaffung. Kommunen, Schulen, Einrichtungen und öffentliche Unternehmen erzeugen Nachfrage. Wo rechtlich und wirtschaftlich möglich, kann regionale Wertschöpfung gestärkt werden, wenn lokale Unternehmen faire Chancen erhalten. Dabei müssen Vergaberecht, Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit selbstverständlich eingehalten werden.
Für die langfristige Entwicklung ist außerdem entscheidend, ob neue Technologien auch außerhalb großer Zentren nutzbar sind. Homeoffice, digitale Dienstleistungen und vernetzte Produktion können Entfernungen teilweise relativieren. Voraussetzung sind jedoch Netze, Kompetenzen und verlässliche Rahmenbedingungen.
Welche politischen Hebel sind für den Wahlkreis wichtig?
Gewerbeflächen und Infrastruktur
Unternehmen brauchen geeignete Flächen, verlässliche Genehmigungsprozesse und eine Infrastruktur, die zu ihrer Tätigkeit passt. Dabei sollte Wirtschaftsentwicklung mit Natur, Landwirtschaft und kommunaler Planung abgestimmt werden.
Verwaltung vereinfachen
Digitale Verfahren können Anträge und Kommunikation beschleunigen. Entscheidend ist jedoch, dass digitale Prozesse tatsächlich einfacher werden und nicht lediglich Papierformulare in elektronische Form übertragen.
Fachkräfte halten
Gute Arbeitsbedingungen, Weiterbildung, Familienfreundlichkeit und regionale Lebensqualität sind langfristig wichtiger als kurzfristige Werbekampagnen. Fachkräftesicherung ist deshalb eine Gemeinschaftsaufgabe von Unternehmen, Kommunen, Bildung und Land.
Gründungen unterstützen
Neue Unternehmen können Lücken schließen und Innovation schaffen. Die Wirtschaftsförderung bietet Beratung, Standortsuche und Co-Working-Angebote für Gründende an. Gerade im ländlichen Raum können digitale Geschäftsmodelle neue Möglichkeiten eröffnen.
FAQ – Wirtschaft, Fachkräfte und Digitalisierung
Welche wirtschaftspolitischen Schwerpunkte setzt die kreisliche Wirtschaftsförderung 2026?
Genannt werden unter anderem Gewerbeflächenvermarktung, Innovationsveranstaltungen, Fachkräftesicherung, Jobpost, LUP-O-MAT, Unternehmensberatung und digitale Workshops.
Was ist das Welcome Center?
Es ist eine zentrale Anlaufstelle für Fach- und Arbeitskräfte, die im Landkreis leben und arbeiten möchten. Die Beratung umfasst neben Arbeit auch Wohnen, Kita, Schule, Sprache, Integration und soziale Vernetzung.
Warum ist Digitalisierung für kleine Betriebe wichtig?
Sie kann Marketing, Kundenkommunikation, Organisation und Verwaltung erleichtern. Kleine Unternehmen haben jedoch häufig weniger eigene Ressourcen, weshalb praxisnahe Beratung und Weiterbildung besonders relevant sein können.
Ist dieses Thema ein belegter persönlicher Schwerpunkt von CHRISTINE KLINGOHR?
Ein vollständiges persönliches wirtschaftspolitisches Wahlkreisprogramm für 2026 ist in den für diese Seite geprüften Quellen nicht dokumentiert. Das Thema wird deshalb als regionale Frage an sie formuliert.
Was hat Fachkräftesicherung mit Familienpolitik zu tun?
Beschäftigte wählen einen Wohn- und Arbeitsort auch nach Wohnraum, Betreuung, Schule, Mobilität und Lebensqualität. Deshalb lässt sich Fachkräftesicherung nicht allein über Stellenangebote lösen.
Geprüfte Quellen
Landkreis Ludwigslust-Parchim – Wirtschaftsförderung Südwestmecklenburg
Landkreis Ludwigslust-Parchim – Welcome Center
Landkreis Ludwigslust-Parchim – Landkreisbote 2026 und Veröffentlichungen
Stand: August 2026. Regionale Wirtschaftsmaßnahmen werden nicht automatisch als persönliche Positionen CHRISTINE KLINGOHRs dargestellt.

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