Christine Klingohr: Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung im Wahlkreis 32

Thema 7 von 10 · Wahlkreis 32 – Ludwigslust-Parchim V

Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung: Chancen des ländlichen Raums

Landwirtschaft prägt Landschaft, Wirtschaft und Alltag im Landkreis Ludwigslust-Parchim. 2026 stellt der Landkreis mit der Jahreskampagne „Landkreis mit Biss“ regionale Produkte, landwirtschaftliche Betriebe, Ausbildung und Wertschöpfung ausdrücklich in den Mittelpunkt. Für den Wahlkreis stellt sich die Frage, wie möglichst viel Nutzen in der Region bleibt.

LandwirtschaftRegionale ProdukteAusbildungLändlicher Raum

Landwirtschaft ist mehr als Lebensmittelproduktion

In einem ländlich geprägten Wahlkreis ist Landwirtschaft zugleich Wirtschaftszweig, Flächennutzer, Arbeitgeber und Teil der regionalen Identität. Betriebe erzeugen Lebensmittel, sichern Einkommen, arbeiten mit Handwerk, Logistik und Verarbeitung zusammen und prägen die Kulturlandschaft. Gleichzeitig stehen sie unter hohem wirtschaftlichem Druck und müssen mit schwankenden Preisen, steigenden Kosten, gesetzlichen Anforderungen, Wetterrisiken und langfristigen Investitionsentscheidungen umgehen.

Im Wahlkreis 32 treffen landwirtschaftliche Flächen auf Seenlandschaften, Tourismus, Siedlungsentwicklung, Energieprojekte und Naturschutz. Deshalb entstehen immer wieder Zielkonflikte. Flächen werden für Nahrungsmittelproduktion, erneuerbare Energien, Infrastruktur, Wohnen oder Schutzgebiete benötigt. Gute Politik muss diese Interessen transparent abwägen, statt einzelne Bereiche gegeneinander auszuspielen.

Für CHRISTINE KLINGOHR ist Landwirtschaft in den geprüften aktuellen Quellen nicht als eigener parlamentarischer Sprecherbereich ausgewiesen. Deshalb wird auf dieser Landingpage kein persönliches landwirtschaftliches Wahlprogramm behauptet. Ausgangspunkt sind die nachweisbaren regionalen Entwicklungen und die Frage, welche Antworten sie dafür im Wahlkreis geben möchte.

„Landkreis mit Biss“: 2026 steht regionale Wertschöpfung im Mittelpunkt

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat seine Jahreskampagne 2026 unter das Motto „Landkreis mit Biss“ gestellt. Gemeinsam mit den Bauernverbänden Ludwigslust und Parchim will der Landkreis die Bedeutung von Landwirtschaft und regionaler Wertschöpfung sichtbar machen. Die offizielle Beschreibung fasst das Ziel mit der Verbindung „vom Acker auf den Teller“ zusammen.

Was die Jahreskampagne hervorhebt: Regionale Produkte, landwirtschaftliche Betriebe, Veranstaltungen, Workshops, Schulprojekte und Ausbildungsmöglichkeiten sollen stärker sichtbar werden. Gerade Kinder und Jugendliche sollen Einblicke in Landwirtschaft und mögliche berufliche Perspektiven erhalten.

Damit wird eine wichtige Frage angesprochen: Wie viel der wirtschaftlichen Leistung bleibt in der Region? Wenn Produkte vor Ort erzeugt, aber weit entfernt verarbeitet und vermarktet werden, verlässt ein Teil der Wertschöpfung den ländlichen Raum. Wenn dagegen Verarbeitung, Direktvermarktung, Gastronomie, regionale Märkte oder Kooperationen mit Einrichtungen hinzukommen, können zusätzliche Einkommen und Arbeitsplätze entstehen.

Regionale Wertschöpfung bedeutet dabei nicht, dass alle Produkte ausschließlich lokal verkauft werden müssen. Landwirtschaft ist in überregionale Märkte eingebunden. Es geht vielmehr darum, zusätzliche regionale Ketten dort aufzubauen, wo sie wirtschaftlich sinnvoll sind.

Vom Hofladen bis zur öffentlichen Küche

Direktvermarktung kann Betrieben eine Möglichkeit bieten, Produkte mit höherer eigener Wertschöpfung anzubieten. Hofläden, Wochenmärkte, Abokisten oder Kooperationen mit Gastronomie schaffen direkten Kontakt zwischen Produzenten und Verbrauchern. Gleichzeitig erfordern sie Zeit, Marketing, Verarbeitung, Hygienevorgaben und Logistik. Nicht jeder Betrieb kann oder will diesen Weg gehen.

Eine weitere Möglichkeit liegt in regionalen Beschaffungsketten. Schulen, Kitas, Pflegeeinrichtungen oder andere öffentliche und private Großküchen benötigen regelmäßig Lebensmittel. Soweit Vergaberecht, Preise, Liefermengen und Qualität es ermöglichen, können regionale Anbieter Teil solcher Lieferketten sein. Dafür braucht es aber planbare Mengen, Verarbeitung und zuverlässige Logistik.

Chance für den Wahlkreis: Landwirtschaft, Tourismus und Gastronomie können sich gegenseitig stärken. Regionale Produkte sind nicht nur Lebensmittel, sondern können Teil des touristischen Profils einer Seen- und Kulturlandschaft werden. Besucher erleben eine Region intensiver, wenn Gastronomie, Hofläden und Veranstaltungen lokale Erzeugnisse sichtbar machen.

Nachwuchs und Ausbildung entscheiden über die Zukunft

Wie andere Branchen muss auch die Landwirtschaft Nachwuchs gewinnen. Moderne Landwirtschaft verlangt technische, betriebswirtschaftliche und digitale Kompetenzen. Maschinen, Daten, Tierwohl, Pflanzenbau, Energie und Vermarktung machen landwirtschaftliche Berufe vielfältiger, als viele Außenstehende vermuten.

Die Jahreskampagne des Landkreises setzt deshalb ausdrücklich auch auf Kinder, Jugendliche und Ausbildung. Schulbesuche, Veranstaltungen und Wettbewerbe können helfen, Berufsbilder sichtbar zu machen. Entscheidend ist allerdings, ob junge Menschen anschließend konkrete Ausbildungsplätze, gute Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten finden.

Auch die Hofnachfolge ist ein wichtiges Thema. Familienbetriebe benötigen langfristige Planung. Wenn keine Nachfolge vorhanden ist, verändert sich die Struktur. Politik kann Nachfolge nicht bestimmen, aber Beratung, Investitionsbedingungen, Ausbildung und verlässliche Rahmenbedingungen beeinflussen.

Regionale Produkte brauchen Sichtbarkeit und verlässliche Absatzwege

Ein regionales Produkt wird nicht automatisch erfolgreich, nur weil es aus der Nähe stammt. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen wissen, wo es erhältlich ist, welchen Betrieb es gibt und wodurch sich das Produkt auszeichnet. Marketing, gemeinsame Regionalmarken, Märkte und touristische Angebote können dabei helfen. Ebenso wichtig sind praktische Fragen wie Öffnungszeiten, Online-Auffindbarkeit und Zahlungssysteme.

Für kleinere Betriebe kann Kooperation sinnvoll sein. Ein einzelner Hof kann nicht jede Verarbeitung, Logistik oder Vermarktung selbst organisieren. Zusammenschlüsse und Partnerschaften können Mengen bündeln, Kosten teilen und neue Absatzwege erschließen. Auch Digitalisierung kann beitragen, etwa durch gemeinsame Online-Plattformen oder direkte Kommunikation mit Kundinnen und Kunden.

Die Politik kann solche Strukturen nicht verordnen. Sie kann aber Beratung, Vernetzung und Förderprogramme unterstützen und bei regionalen Entwicklungsstrategien darauf achten, Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft nicht isoliert zu behandeln. Gerade im Wahlkreis 32 bieten die Verbindung von ländlicher Wirtschaft, Seenlandschaft und Tourismus Ansatzpunkte für zusätzliche regionale Kooperationen.

Ein weiterer Ansatz ist die stärkere Verbindung zu regionalen Veranstaltungen und Bildungsangeboten. Wenn Schulen, Vereine, touristische Anbieter und Betriebe miteinander arbeiten, entsteht Wissen darüber, wie Lebensmittel produziert werden und welche Berufe dahinterstehen. Das kann Wertschätzung erhöhen, ohne notwendige Debatten über Preise, Umweltstandards oder Tierhaltung auszublenden. Regionale Wertschöpfung lebt langfristig von Vertrauen, nachvollziehbarer Qualität und wirtschaftlich tragfähigen Beziehungen zwischen Erzeugern, Verarbeitung, Handel und Verbrauchern.

Flächenkonflikte offen und fair lösen

Im ländlichen Raum konkurrieren unterschiedliche Nutzungen um begrenzte Flächen. Neben Landwirtschaft geht es um Naturschutz, Wohnungsbau, Straßen, Gewerbe und erneuerbare Energien. Im Amt Crivitz werden beispielsweise Energiepark-Planungen bearbeitet. Solche Vorhaben können wirtschaftliche Chancen schaffen, verändern aber zugleich Flächennutzung und Landschaft.

Für Akzeptanz ist deshalb entscheidend, dass Entscheidungen transparent erfolgen. Betroffene Gemeinden, Grundstückseigentümer, Landwirtschaft und Bevölkerung brauchen frühzeitig Informationen. Kommunale Vorteile, Netzanschlüsse, Naturbelange und langfristige Folgen sollten nachvollziehbar diskutiert werden.

Die Energiewende kann für landwirtschaftliche Betriebe auch zusätzliche Einnahmemöglichkeiten eröffnen, etwa durch Verpachtung oder eigene Energieprojekte. Gleichzeitig darf nicht automatisch unterstellt werden, dass jede Fläche gleichermaßen geeignet ist. Bodenqualität, Natur, Landschaft und lokale Entwicklung müssen berücksichtigt werden.

Frage an CHRISTINE KLINGOHR: Welche politischen Rahmenbedingungen braucht die Landwirtschaft im Wahlkreis 32 aus Ihrer Sicht, damit Betriebe wirtschaftlich arbeiten, Nachwuchs gewinnen und investieren können – und wie kann zugleich mehr regionale Wertschöpfung durch Verarbeitung, Vermarktung, Gastronomie und Kooperationen in den Dörfern und Städten bleiben?

FAQ – Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung

Was ist „Landkreis mit Biss“?

Es ist die Jahreskampagne des Landkreises Ludwigslust-Parchim für 2026. Landwirtschaft, regionale Produkte, Wertschöpfung und die Menschen hinter den Betrieben sollen durch Veranstaltungen, Workshops und Projekte sichtbarer werden.

Warum ist Ausbildung Teil des Themas?

Landwirtschaft braucht Fachkräfte und Nachwuchs. Der Landkreis kündigt für seine Jahreskampagne ausdrücklich Projekte für Kinder und Jugendliche an, die auch auf Ausbildungsmöglichkeiten aufmerksam machen sollen.

Was bedeutet regionale Wertschöpfung?

Gemeint ist, dass möglichst mehrere wirtschaftliche Schritte in der Region stattfinden – etwa Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung oder gastronomische Nutzung. Dadurch können zusätzliche Einkommen und Arbeitsplätze vor Ort entstehen.

Ist Landwirtschaft ein belegter Sprecherbereich von CHRISTINE KLINGOHR?

Nein. In den geprüften aktuellen offiziellen Profilen wird sie vor allem für Senioren-, Sozial- und Gesundheitspolitik geführt. Landwirtschaft wird deshalb hier als regionales Thema und Frage an sie behandelt.

Warum gehören Energieprojekte in diese Debatte?

Erneuerbare Energien benötigen Flächen und können landwirtschaftliche Betriebe sowie Gemeinden wirtschaftlich betreffen. Deshalb müssen Landwirtschaft, Energie, Natur und kommunale Entwicklung gemeinsam betrachtet werden.

Geprüfte Quellen

Landkreis Ludwigslust-Parchim – Jahreskampagne „Landkreis mit Biss“ 2026

Amt Crivitz – aktuelle Planungen und Vergaben zu Energieparks

Amt Sternberger Seenlandschaft – regionale Struktur, Landwirtschaft und Tourismus

Stand: August 2026. Landwirtschaftliche Herausforderungen werden als regionale Fragen dargestellt und nicht als unbelegte persönliche Versprechen CHRISTINE KLINGOHRs.

Kommentare